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Doodle-Hunde zeigen häufiger unerwünschtes Verhalten als ihre Elterntiere
Die flauschigen Kreuzungen aus Pudel und anderen beliebten Rassen haben in den vergangenen Jahren massiv an Popularität gewonnen. Sie gelten bei vielen Halterinnen und Haltern als besonders familientauglich, leicht erziehbar und kinderfreundlich. Eine neue britische Studie stellt diesen Designer-Züchtungen nun aber kein so gutes Zeugnis aus.
Forschende des Royal Veterinary College (RVC) in London haben das Verhalten von mehr als 9400 Hunden aus Großbritannien ausgewertet, darunter Cockapoos, Labradoodles und Cavapoos sowie ihre reinrassigen Elterntiere: Cocker Spaniels, Cavalier King Charles Spaniels, Labrador Retriever und verschiedene Pudeltypen. Dabei zeigten sich bei rund 54 Prozent aller Verhaltensvergleiche deutliche Unterschiede zwischen den Designerkreuzungen und ihren Ausgangsrassen. In 82 Prozent dieser Fälle präsentierten die Doodles mehr unerwünschtes Verhalten.
Ängstlich und leicht erregbar
Dazu zählten vor allem nicht-soziale Ängste – etwa Schreckreaktionen auf Verkehrslärm oder andere laute Geräusche –, trennungsbedingte Probleme wie Bellen oder zerstörerisches Verhalten beim Alleinsein sowie ausgeprägte Erregbarkeit bei alltäglichen Ereignissen wie Spaziergängen oder dem Klingeln an der Tür. Solche Verhaltensweisen können Halterinnen und Haltern oft das Leben schwer machen. Der Hund kann kaum allein gelassen werden oder erweist sich als besonders arbeitsintensiv, wenn es um die Erziehung geht.
"Realistische Erwartungen sind der Schlüssel zu einer glücklichen Hundehaltung", sagt Rowena Packer vom RVC und leitende Autorin der Studie im Fachjournal PLOS One. "Vorgefasste Vorstellungen – etwa die Annahme, Designer-Kreuzungen seien von Natur aus leicht zu erziehen oder sicher im Umgang mit Kindern – können schwerwiegende Folgen haben, wenn sie nicht durch Belege gestützt werden."
Nicht alle Doodles sind gleich
Die Studie macht dabei vor allem einen wichtigen Unterschied sichtbar: Cockapoos, Labradoodles und Cavapoos sind keine homogene Gruppe. Zwischen den drei Kreuzungsrassen gab es erhebliche Abweichungen. Cockapoos schnitten im Vergleich zu ihren Elterntieren am schlechtesten ab. Sie zeigten häufiger aggressive Verhaltensweisen, sowohl gegenüber ihren Halterinnen und Haltern als auch gegenüber anderen Hunden im selben Haushalt. Labradoodles und Cavapoos lagen im Vergleich deutlich besser. Labradoodles wiesen etwa eine geringere Rivalität mit anderen Hunden auf als Pudel.
"Unsere Forschung zeigt, dass sich viele Designer-Kreuzungen nicht immer so verhalten wie erwartet, insbesondere in Bezug auf Erziehbarkeit, Angst und Aggression, die häufiger waren als bei ihren Elterntieren", so Packer. Die Daten wurden mithilfe des validierten Canine Behavioural Assessment and Research Questionnaire (C-BARQ) erhoben, eines standardisierten Fragebogens, der ein breites Spektrum von Verhaltensmerkmalen erfasst – von Aggression über Angstreaktionen bis hin zu trennungsbedingtem Verhalten.
Das Teddybär-Problem
Es ist nicht das erste Mal, dass Forschende vom RVC Designer-Kreuzungen unter die Lupe nehmen. Frühere Studien des Instituts hatten ergeben, dass sich die körperliche Gesundheit von Doodles im Großen und Ganzen kaum von jener ihrer Elterntiere unterscheidet, obwohl viele Besitzerinnen und Besitzer genau das als Kaufargument ins Feld führen.
"Die Menschheit hat vor 200 Jahren damit begonnen, neue Hunderassen zu erfinden, und seither nicht damit aufgehört" sagte Dan O'Neill, Coautor der Studie. "Wir lernen noch immer aus unseren Fehlern ebenso wie aus unseren Erfolgen. Diese neue Arbeit zeigt, dass man sich nicht von der niedlichen 'Teddybär'-Erscheinung der Doodles zu der Annahme verleiten lassen sollte, diese Hunde würden sich wie Stofftiere verhalten. Der Schein kann trügen – selbst bei Hunden."
Auffällig war in der Studie auch, woher Halterinnen und Halter von Doodles ihre Erziehungstipps beziehen: Sie griffen häufiger auf nicht-professionelle Quellen zurück – soziale Medien, Freunde oder Familie –, verglichen mit Besitzerinnen und Besitzern reinrassiger Hunde. Die Qualität solcher Quellen schwankt erheblich und kann im Einzelfall irreführend sein.
Gut informiert sein
"Die enorme Beliebtheit von Pudelkreuzungen legt stark nahe, dass diese Hunde gekommen sind, um zu bleiben", sagt Gina Bryson, Erstautorin der Arbeit. "Deshalb ist diese Arbeit eine zeitgemäße Ressource, die sowohl Halterinnen und Haltern als auch tierärztlichen Fachleuten wissenschaftlich fundierte Informationen an die Hand geben kann, wenn es darum geht zu entscheiden, welche Rasse zu ihnen passt."
Das Team empfiehlt daher mit Nachdruck: Wer einen Welpen kaufen möchte, sollte sich auf verlässliche Quellen stützen – idealerweise Fachleute für Tierverhalten –, die Elterntiere kennenlernen und deren Verhalten einschätzen, bevor er oder sie eine Entscheidung fällt. Das gilt für reinrassige Hunde ebenso wie für Kreuzungen.
Das größte Tierheim Österreichs verbucht Rekordjahr
Tierheim Österreich: Rekordjahr 2025 mit über 8.000 aufgenommenen Tieren. Wildtiere gewinnen an Bedeutung. Neue Perspektiven für Haustiere.
Im vergangenen Jahr kam es zu einer Rekordbelastung im Tierschutzhaus Vösendorf: Insgesamt 8.222 (!) Tiere wurden aufgenommen – so viele wie noch nie.
Auch wenn drei von fünf Haustieren ausgesetzt wurden, konnten ebenso viele auch wieder erfolgreich in liebevolle Familien vermittelt werden. In Zahlen heißt das: 441 Hunde, 624 Katzen und 892 Kleintiere schafften es 2025 vom Zwinger auf die Couch. Auch Wildtiere scheinen immer mehr an Bedeutung zu gewinnen, denn selbst verletzte Tauben werden vom Österreich nicht mehr übersehen und finden ihren Weg nach Vösendorf.
Die Betreuung von Wildtieren nimmt einen immer größeren Stellenwert in der täglichen Arbeit des Tierheims ein. Mit rund 5.000 aufgenommenen Wildtieren im Jahr 2025 ist dieser Bereich inzwischen fixer Bestandteil der Grundversorgung. Die detaillierte Auswertung der Wildtiere, aufgeschlüsselt nach einzelnen Tierarten, wird im ersten Wildtier-Report 2026 "Wildtiere im Tierheim" veröffentlicht.
Wenn man alle Tierarten bei Tierschutz Austria berücksichtigt, sind gerade 228 Hunde, 323 Katzen, etwa 700 Kleintiere und zusätzlich Fische, Wirbellose, Reptilien und Huftiere in ständiger Betreuung.
Jedes Tier soll unabhängig von Herkunft, Art oder Zustand bestmöglich versorgt werden. Trotz steigender Aufnahmen und hoher Aussetzungs- und Abgabezahlen gelingt es, für den Großteil der Haustiere neue Perspektiven zu schaffen. Insgesamt hat Tierschutz Austria/Wiener Tierschutzverein letztes Jahr über 10.000 Tiere gepflegt und sogar jeden dritten Tag eine Geburt miterleben dürfen.

Warum zittern kleine Hunde so oft?
Warum zittern kleine Hunde eigentlich so oft? Die Wissenschaft hinter dem „Zitter-Phänomen“
Wer kennt es nicht? Man sieht einen Chihuahua, einen Terrier oder einen Malteser und das kleine Tier bebt am ganzen Körper. Viele Menschen lächeln darüber oder machen sich sofort Sorgen. Aber warum ist das bei kleinen Rassen so extrem ausgeprägt?
Ich habe mir die aktuelle Forschung dazu (basierend auf einem Bericht von Popular Science) angesehen. Hier sind die faszinierenden Gründe für dieses typische Verhalten:
1. Der Kampf gegen die Kälte (Thermoregulierung)
Physik lässt sich nicht austricksen. Kleine Hunde haben im Verhältnis zu ihrem Körpergewicht eine sehr große Hautoberfläche. Das bedeutet: Sie geben Körperwärme viel schneller an die Umgebung ab als ein großer Golden Retriever. Oft fehlt ihnen zudem das dicke Unterfell oder eine isolierende Fettschicht.
Das Zittern ist ein genialer Trick der Natur: Die schnellen Muskelkontraktionen erzeugen Reibungswärme und helfen dem Hund, seine Kerntemperatur stabil zu halten. Ein Hundemantel ist hier also oft keine Eitelkeit, sondern ein notwendiges Hilfsmittel.
2. Ein Nervensystem auf Hochtouren
Kleine Hunde haben oft einen schnelleren Stoffwechsel und ein sehr reaktionsfreudiges Nervensystem. Das Zittern ist hier oft ein Ausdruck von emotionaler Erregung. Das Interessante dabei: Es muss nicht immer Angst sein! Auch purer Stress, Vorfreude auf das Futter oder die Aufregung, wenn das Herrchen nach Hause kommt, können die kleinen Muskeln zum Beben bringen.
3. Die Welt aus der Ameisenperspektive
Stellen wir uns vor, alles um uns herum wäre fünfmal so groß wie wir. Für einen kleinen Hund kann die Umwelt einschüchternd wirken. Das Zittern ist Teil der biologischen „Kampf-oder-Flucht“-Reaktion. Adrenalin flutet den Körper und bereitet die Muskeln auf Action vor – auch wenn der Hund eigentlich nur sicher auf dem Schoß sitzt.
4. Medizinische Ursachen: Wann man aufhorchen sollte
Nicht jedes Zittern ist harmlos. Es gibt das sogenannte Generalized Tremor Syndrome (GTS), das früher oft „Little White Dog Shaker Syndrome“ genannt wurde. Dabei handelt es sich um eine behandelbare Entzündung im Gehirn.
Zudem können auch Schmerzen, Übelkeit oder ein niedriger Blutzuckerspiegel (Hypoglykämie) die Ursache sein. Als Faustregel gilt: Wenn das Zittern untypisch ist, der Hund appetitlos wirkt oder sich das Verhalten plötzlich ändert, ist der Weg zum Tierarzt der richtige Schritt.
Mein Fazit
In den meisten Fällen ist das Zittern bei kleinen Hunden einfach ein biologisches Merkmal ihrer Größe und ihres Temperaments. Es ist ihre Art, mit Energie und Temperatur umzugehen. Wenn wir das verstehen, können wir unseren kleinen Begleitern besser helfen – sei es durch eine warme Decke oder einfach ein bisschen Ruhe in stressigen Situationen.

Qualzuchten: Diese Hunde leiden ein Leben lang
Atemnot, Schmerzen, kurze Lebenserwartung – viele Hunderassen gelten als Qualzuchten. Welche Rassen betroffen sind, woran man sie erkennt und was Tierfreunde tun können.
Ein kurzer Kopf, große Augen, Falten im Gesicht oder ein besonders langer Rücken – bestimmte Merkmale gelten bei vielen Hunderassen als besonders typisch oder sogar wünschenswert. Doch genau diese überbetonten körperlichen Eigenschaften sind in vielen Fällen Ursache für lebenslanges Leiden. Der Begriff „Qualzucht“ beschreibt züchterische Praktiken, bei denen solche Merkmale gezielt gefördert werden – trotz gravierender gesundheitlicher Folgen für die Tiere.
Was ist eine Qualzucht?
Qualzucht liegt dann vor, wenn die Zucht eines Tieres bewusst auf anatomische oder genetische Merkmale abzielt, die das Tier in seinem natürlichen Verhalten, seiner Gesundheit oder seinem Wohlbefinden beeinträchtigen. Gemeint sind damit etwa Atemprobleme, Bewegungsstörungen, Geburtskomplikationen, Augenerkrankungen oder neurologische Schäden.
Grundlage für die Bewertung ist § 11b des deutschen Tierschutzgesetzes. Demnach ist es verboten, Tiere so zu züchten, dass bei Nachkommen erblich bedingte Schmerzen, Leiden oder Schäden auftreten. In der Praxis lässt sich dieses Verbot jedoch oft nur schwer durchsetzen, da klare Grenzwerte oder verbotene Rassestandards fehlen.
Problematische Zuchtpraktiken und mangelnde Regulierung
Hinter vielen Qualzuchtfällen steht eine Kombination aus überholten Schönheitsidealen, Wettbewerb um Preise auf Zuchtschauen und mangelnder Regulierung. Rassestandards, die von Zuchtverbänden definiert werden, haben teils deformierende Merkmale zur Norm erhoben.
Zudem existieren auf dem Markt neben seriösen Züchtern auch zahlreiche sogenannte "Vermehrer", die Hunde ohne Rücksicht auf Genetik, Gesundheit oder Sozialisation vermehren – häufig unter tierschutzwidrigen Bedingungen. Der Verkauf erfolgt oft über Kleinanzeigenportale oder dubiose Tierbörsen.
Was Tierhalter tun können
Wer einen Hund mit typischen Qualzuchtmerkmalen adoptieren möchte, sollte den Kauf bei einem Züchter mit wirtschaftlichem Interesse grundsätzlich hinterfragen. Stattdessen empfehlen Tierschutzorganisationen wie PETA, betroffene Tiere aus dem Tierheim oder aus Pflegestellen zu übernehmen. Diese Hunde sind oft Opfer der genannten Zuchtpraktiken und benötigen besonders einfühlsame Halter.
Darüber hinaus kann durch bewusstes Konsumverhalten Druck auf Zuchtverbände und Tierbedarfsmärkte ausgeübt werden. Auch Aufklärung spielt eine zentrale Rolle: Je mehr Menschen sich der Problematik bewusst sind, desto stärker wächst der gesellschaftliche Druck auf Verbände, Tierärzte und Gesetzgeber, tierschutzgerechtere Standards zu etablieren.
Unterschiede zwischen Vermehrern und seriösen Züchtern
Seriöse Züchter lassen ihre Tiere auf Erbkrankheiten untersuchen, geben keine Welpen unter acht Wochen ab, legen Wert auf Sozialisierung und ermöglichen Interessierten den Besuch der Zuchtstätte. Die Elterntiere leben in der Regel als Familienhunde und nicht in Zwingern.
Vermehrer hingegen produzieren Nachkommen häufig in großer Zahl, ohne gesundheitliche Voruntersuchungen, tierärztliche Betreuung oder artgerechte Aufzucht. Oft steht Profit im Vordergrund. Äußerlich ist ein Unterschied zunächst schwer zu erkennen – umso wichtiger ist die kritische Prüfung von Herkunft und Umfeld. Folgende Rassen gehören zu den Qualzuchten.
Mops
Der Mops gilt als Inbegriff des brachyzephalen Hundes – also einer Rasse mit übermäßig kurzem Schädel. Diese Zuchtform führt zu einem engen Nasenraum, deformierten Nasenmuscheln und einem verlängerten Gaumensegel. Viele Möpse leiden unter dem sogenannten Brachyzephalen Atemnotsyndrom (BAS), das chronische Atemnot, Hitzestress, röchelndes Atmen und Schlafstörungen verursacht. Auch das Schlucken und Kühlen durch Hecheln ist bei betroffenen Tieren eingeschränkt. Häufig treten zudem Augenprobleme auf, da die stark vorgewölbten Augen leicht austrocknen oder verletzt werden.
Französische Bulldogge
Die Französische Bulldogge ist eine weitere brachyzephale Rasse, bei der das Aussehen ebenfalls stark über die Gesundheit gestellt wurde. Charakteristisch sind die flache Schnauze, breite Brust und die kurzen Gliedmaßen. Wie beim Mops leiden viele Tiere unter BAS, was in schweren Fällen operative Eingriffe erforderlich macht, um das Atmen zu erleichtern. Zudem sind Wirbelsäulenverkrümmungen (Hemivertebrae), Hautfaltenentzündungen, Kaiserschnittgeburten aufgrund des schmalen Beckens und Herzprobleme häufig dokumentierte Begleiterscheinungen.
Englische Bulldogge
Die Englische Bulldogge ist eine der am stärksten von Qualzucht betroffenen Hunderassen. Über Jahrzehnte wurden Tiere mit besonders breitem Kopf, kurzer Schnauze und tiefem Brustkorb selektiert – Merkmale, die heute zu massiven gesundheitlichen Problemen führen. Atemnot, Gelenkfehlstellungen, Hauterkrankungen und Bewegungsunfähigkeit zählen zu den häufigsten Beschwerden. Die körperliche Belastbarkeit ist stark eingeschränkt; bereits geringe Anstrengung oder Hitze können lebensbedrohlich sein. Fast alle Englischen Bulldoggen müssen per Kaiserschnitt zur Welt gebracht werden, da der übergroße Kopf der Welpen eine natürliche Geburt verhindert.
Dackel
Der Dackel, insbesondere in seiner Standard- und Zwergform, wurde über Jahrzehnte auf einen extrem langen Rücken bei zugleich sehr kurzen Beinen gezüchtet. Diese anatomische Sonderform führt bei vielen Tieren zu ernsthaften Problemen mit der Wirbelsäule, vor allem zur sogenannten Dackellähme (Bandscheibenvorfall). Bereits geringe Belastungen – etwa Treppensteigen oder Springen – können orthopädische Probleme befördern. Dazu kommen genetisch bedingte Augenerkrankungen und Herzfehler. Auch wenn der Dackel in der Jagdgeschichte eine bedeutende Rolle spielte, ist die heutige Show- und Familienzucht vielfach auf überzeichnete Merkmale fokussiert, die das Tierwohl beeinträchtigen.
Chihuahua
Der Chihuahua zählt zu den kleinsten Hunden der Welt – eine Eigenschaft, die durch gezielte Zucht immer weiter forciert wurde. Diese Miniaturisierung bringt schwerwiegende Risiken mit sich: Viele Chihuahuas haben eine offengebliebene Schädeldecke (Fontanelle), die zu lebensbedrohlichen Hirnverletzungen führen kann. Auch eine angeborene Wasserkopfproblematik (Hydrozephalus), Herzkrankheiten und eine erhöhte Anfälligkeit für Unterzuckerung sind häufig. Aufgrund ihrer geringen Körpermasse kühlen Chihuahuas schnell aus, leiden unter Zahnfehlstellungen und sind beim Kontakt mit größeren Hunden besonders verletzungsgefährdet.
Shar Pei
Der Shar Pei ist bekannt für seine tiefen Hautfalten, die ihn unverwechselbar erscheinen lassen. Genau diese Falten führen jedoch bei vielen Tieren zu erheblichen Gesundheitsproblemen. Durch Reibung, Schweißansammlungen und mangelnde Luftzirkulation kommt es häufig zu chronischen Hautentzündungen, Ekzemen und schmerzhaften Infektionen. Zudem leiden viele Shar Peis unter einer erblichen Lidfehlstellung (Entropium), bei der die Augenlider nach innen rollen und die Wimpern die Hornhaut reizen – oft mit Sehverlust als Folge. Auch Gelenkprobleme und eine genetisch bedingte Fiebersyndrom-Erkrankung („Shar-Pei-Fieber“) sind rassetypisch.
Cavalier King Charles Spaniel
Beim Cavalier King Charles Spaniel steht weniger das Äußere, sondern ein genetisch bedingter Gendefekt im Fokus. Ein Großteil der Population leidet unter einer Fehlentwicklung des Schädels, der zu klein für das Gehirn ist (Chiari-Malformation). Dies kann zu einer schmerzhaften neurologischen Erkrankung führen: der Syringomyelie. Dabei bilden sich flüssigkeitsgefüllte Hohlräume im Rückenmark, was zu Schmerzen, Krampfanfällen, Lähmungen und Verhaltensstörungen führen kann. Viele betroffene Hunde kratzen sich zwanghaft an Hals oder Ohren – nicht selten ohne äußere Ursache.
Pekinese
Wie beim Mops handelt es sich beim Pekinesen um eine stark brachyzephale Rasse. Die extrem kurze Schnauze erschwert das Atmen, insbesondere bei körperlicher Anstrengung oder hohen Temperaturen. Zudem leiden viele Tiere unter chronischer Augentrockenheit und Verletzungsgefahr durch weit hervortretende Augen. Auch die stark gekrümmte Körperhaltung, kurze Beine und der massige Kopf belasten das Tier. Pekinesen können oftmals nicht ohne Hilfe gebären und zeigen durch ihre Zuchtgeschichte zudem eine geringe genetische Vielfalt – was die Anfälligkeit für viele Krankheiten weiter erhöht.
Boston Terrier
Der Boston Terrier ist eine weitere brachyzephale Rasse mit einer Vielzahl zuchtbedingter Probleme. Neben den bekannten Atemwegserkrankungen zeigen Boston Terrier häufig Augenerkrankungen wie Glaukom, Hornhautverletzungen oder Netzhautablösungen. Auch Fehlstellungen der Kiefer, Zahnprobleme und neurologische Auffälligkeiten wie Krampfanfälle oder Ataxie treten überdurchschnittlich häufig auf. Einige Tiere zeigen zudem eine Tendenz zu Wirbelsäulenveränderungen, insbesondere bei Merle-Varianten.
Chinese Crested Dog
Der Chinese Crested Dog (Chinesischer Schopfhund) ist eine haarlose Rasse, die durch gezielte Zucht auf Haarlosigkeit entstanden ist. Das entsprechende Gen ist jedoch mit einer Reihe gesundheitlicher Risiken verbunden. Haarlose Hunde haben eine deutlich empfindlichere Haut, sind anfällig für Sonnenbrand, Verletzungen und Hauttumoren. In der Zucht kann es außerdem zu embryonaler Letalität kommen, wenn zwei haarlose Hunde miteinander verpaart werden. Diese genetischen Zusammenhänge machen die Rasse besonders pflegeintensiv und aus tiermedizinischer Sicht problematisch.
Ab jetzt Einzel-Patenschaften für Hunde: TierQuarTier Wien startet zum Valentinstag ...
Ab jetzt Einzel-Patenschaften für Hunde: TierQuarTier Wien startet zum Valentinstag weiteres Unterstützungsmodell
Der Valentinstag gilt als Tag der Liebe, der Nähe und der Verbundenheit. Für manche Hunde im TierQuarTier Wien ist er jedoch ein weiterer Tag des Wartens: Auf Vertrauen, auf Sicherheit, auf ein neues Zuhause. Genau diesen Hunden widmet das TierQuarTier Wien zum Valentinstag ein neues Unterstützungsmodell.
Ab sofort können Tierfreund*innen eine Einzel-Patenschaft für einen ganz bestimmten Hund übernehmen. Zum Start stehen zehn Hunde zur Verfügung, die virtuell adoptiert werden können. Allesamt Langzeitbewohner, die seit langer Zeit auf eine zweite Chance warten. Sie alle haben Schlimmes erlebt. Sie tragen Narben - sichtbar und unsichtbar. Und für viele von ihnen ist eine Vermittlung nur mit intensiver, gezielter Förderung möglich.
Jährlich werden im TierQuarTier Wien rund 2.500 Tiere versorgt. Viele von ihnen können nach kurzer Zeit wieder abgeholt oder vermittelt werden. Andere bleiben. Hunde mit schwieriger Vorgeschichte, gesundheitlichen Einschränkungen oder großer Vorsicht gegenüber Menschen. Für sie wird das Tierheim oft über Jahre hinweg zum einzigen sicheren Ort.
Mit den neuen Einzel-Patenschaften für Hunde setzt das TierQuarTier Wien genau hier an. Die Beiträge fließen gezielt und zweckgebunden in individuelle Fördermaßnahmen, die für eine Vermittlung entscheidend sein können: professionelles Einzeltraining, Physiotherapie, Spezialfutter, medizinische Betreuung sowie intensive Pflege und Beschäftigung. Ziel ist es, die Hunde Schritt für Schritt dort zu stärken, wo bisher die Voraussetzungen für ein neues Zuhause gefehlt haben.
Ein Hund, der stellvertretend für viele steht: Sitka
Einer dieser Hunde ist Sitka. Er wurde im Juni 2024 freilaufend gefunden und vermutlich ausgesetzt. Seitdem wartet er im TierQuarTier Wien auf ein neues Zuhause. Sitka ist ein sensibler Hund, der neuen Situationen und Menschen zunächst mit Zurückhaltung begegnet. Vertrauen aufzubauen ist für ihn ein behutsamer Prozess, der Zeit, Geduld und liebevolle Konstanz erfordert.
Einzeltraining und intensive, auf ihn abgestimmte Betreuung sind für seine Entwicklung besonders wichtig. Auch ein großes, gemütliches Feldbett soll dazu beitragen, dass sein Zimmer für ihn ein noch sichererer Rückzugsort wird.
Ausgiebiges Schmusen steht für Sitka nicht im Vordergrund. Dafür genießt er ruhige Momente in der Natur: draußen zu sein, zu beobachten und seine Umgebung in seinem Tempo wahrzunehmen, gibt ihm Sicherheit. Hunde wie Sitka zeigen, wie viel möglich ist, wenn sie die Unterstützung bekommen, die sie brauchen.
Virtuell adoptieren, real fördern
Mit einer Einzel-Patenschaft übernehmen Tierfreund*innen die gezielte Unterstützung eines ganz bestimmten Hundes, etwa für Sitka, Vitany, Struppi oder Herkules, die schon lange auf ein Zuhause warten. Die Einzel-Patenschaft ermöglicht genau jene Förderung, die diese Hunde dringend brauchen, um Fortschritte zu machen und ihre Chancen auf eine Vermittlung zu erhöhen. Die Einzel-Hunde-Patenschaften richten sich an alle, die einen Hund im Herzen, aber (noch) nicht im Zuhause haben oder einem Tierfreund zum Valentinstag ein besonderes, sinnstiftendes Geschenk machen möchten.
Alle Informationen zu den Hunde-Patenschaften sowie die Möglichkeit, Pat*in zu werden, finden sich unter: https://www.tierquartier.at/virtuelle-adoption/
Das TierQuarTier Wien – das Zuhause auf Zeit für Tiere in Not
Das TierQuarTier Wien ist eines der modernsten Tierheime Europas - es entspricht den höchsten Standards einer zeitgemäßen Tierbetreuung und definiert Tierschutz in Wien auf ganz neuer Ebene. Alle Tiere werden während ihres Aufenthaltes bestens medizinisch versorgt, professionell gepflegt und betreut, während sie auf ihr neues, artgerechtes Zuhause warten.
Rückfragehinweis für Medien
Anna Hofstätter
TierQuarTier Wien
Süßenbrunner Straße 101, 1220 Wien
Mobil: +43 660 80 49 703
E-Mail: a.hofstaetter@tierquartier.at
www.tierquartier.at

Am Schauplatz: Ein Hundsleben - ORF 2
Eine Reportage über das besondere Verhältnis von Menschen und Hunden.
Die Österreicher lieben ihre Hunde: In jedem fünften Haushalt lebt mindestens einer, insgesamt sind es rund 830.000. Kein Wunder, so ein Hund, der widerspricht nie und er ist in guten, wie in schlechten Zeiten treu – oft genug ist er der bessere Begleiter. Eine Am Schauplatz-Reportage von Ed Moschitz über Menschen, deren Lebensglück auf vier Pfoten liegt.
Günter ,68, hat sein Leben lang in der Reinigungsbranche gearbeitet, um sich in Wien-Simmering ein kleines Sommerhaus zu schaffen. Im Ruhestand ist der Alltag ruhig – vielleicht zu ruhig. „Meine Frau und ich sind wie Tag und Nacht“, sagt Günter, der seine Aufmerksamkeit vor allem seinem Hund Charlie schenkt.
Auch Frau Holecek, 76, bleibt dank Hund Bauxi stets in Bewegung. Der kleine Frühaufsteher hält sie ordentlich auf Trab – vermutlich einer der Gründe, warum die ehemalige Bäckergesellin noch so flott auf den Beinen ist. Seit dem Tod ihres Mannes wäre ihr Leben ohne Bauxi „sehr einsam“.
Herr Michael, 45, hat früh schwere Schicksalsschläge erlebt: Der Tod der Mutter, eigene schwere Erkrankungen gefolgt von 17 Operationen und einem Absturz in die Drogenszene. „So richtig Halt“ fand er erst mit Hund Alpha – beide schafften gemeinsam den Kokain-Entzug. Eine Verbindung „für immer“.
Manuela, 49, und Herbert, 64, leben auf 30 Quadratmetern, mit vier Hunden und drei Katzen. Platz ist relativ, Zeit haben sie genug. Beide erlebten in ihrer Kindheit viel Gewalt. Herbert fand erst Trost bei Hund Strolchi: „Der hat mir wirklich gutgetan.“
Andreas, 56, versucht alles, um Hund Beno zu schützen. Oft blieb er selbst hungrig, damit für Benos Futter Geld übrig war. Den letzten Winter verbrachten sie sogar auf Parkbänken und in Müllcontainern. Erst ein Wohnheim der Caritas brachte wieder ein wenig Ruhe – für Mensch und Hund.

Woran Sie erkennen, dass Ihr Hund Fieber hat
Wenn der Vierbeiner plötzlich schlapp in der Ecke liegt und das Futter verweigert, kann Fieber dahinterstecken. Doch die erhöhte Temperatur ist bei Hunden nicht so leicht zu erkennen wie bei Menschen. Worauf Halter achten sollten und wann ein Tierarztbesuch dringend nötig ist.
Während wir bei Kindern einfach schnell die Hand auf die Stirn legen können, fällt eine erhöhte Temperatur beim Vierbeiner allein schon wegen des Fells deutlich schlechter auf. Dabei kann Fieber beim Hund auf ernsthafte Erkrankungen hinweisen – und im schlimmsten Fall sogar lebensbedrohlich werden.
Zunächst die wichtigsten Zahlen: Die normale Körpertemperatur eines Hundes liegt zwischen 38 und 39 Grad und damit höher als beim Menschen. Je nach Größe und Alter des Tieres kann dieser Wert leicht schwanken – bei Welpen gelten bis zu 39,5 Grad noch als unbedenklich. Laut "Petbook" spricht man beim Hund ab einer Temperatur von rund 39,5 Grad von Fieber. Klettert das Thermometer auf 41 Grad oder höher, wird es gefährlich: Bei rund 42 Grad können körpereigene Eiweiße gerinnen, was akute Lebensgefahr bedeutet.
Diese Symptome sollten Hundehalter alarmieren
Verhaltensänderungen beim Hund sollten ernst genommen werden. Typische Warnsignale sind ungewöhnliche Müdigkeit und Schlappheit, Appetitlosigkeit, auffälliges Zittern oder Schüttelfrost sowie starkes Hecheln. Auch besonders warme bis heiße Ohren, eine trockene Nase, ein erhöhter Puls und eine beschleunigte Atmung können auf Fieber hindeuten. Manche Hunde verkriechen sich oder legen sich gezielt auf kühle Böden – auch das kann laut den Tiermedizinern des Onlineportals "Dr. Sam" ein Hinweis sein.
Ihr Hund ist Ihnen viel ähnlicher, als Sie denken (und das ist kein Zufall)
Über das Aussehen hinaus sind die Ähnlichkeiten zwischen Hund und Halter tiefgreifend und gehen weit über Klischees hinaus. Eine Reihe neuerer wissenschaftlicher Studien zeigt, dass unsere vierbeinigen Begleiter nicht nur unsere Gewohnheiten, sondern auch wesentliche Charakterzüge unserer Persönlichkeit übernehmen.
Wenn die Ähnlichkeit nicht beim Physischen endet
Laut einer Metaanalyse von 15 Studien aus dem Jahr 2024 besteht tatsächlich ein Zusammenhang zwischen dem Aussehen von Hunden und dem ihrer Besitzer. Freiwilligen gelingt es regelmäßig, ein Foto eines Hundes dem seines Besitzers besser als durch Zufall zuzuordnen: gleicher Körperbau, gleiche Haar- oder Felllänge, gleiche Ohrenform... Die körperlichen Ähnlichkeiten sind manchmal auffällig, insbesondere bei Frauen und ihren Hunden.
Wie der Meister, so der Charakter: Persönlichkeit reflektiert
Doch die Ähnlichkeiten gehen noch viel weiter. Wissenschaftler haben beobachtet, dass bestimmte Persönlichkeitsmerkmale in signifikantem Maße bei der Hundeführer-Hund-Beziehung vorhanden sind. Extraversion, Ängstlichkeit, Emotionalität: Psychologische Messungen zeigen starke Korrelationen, insbesondere bei Extraversion (Geselligkeit, Ausdrucksstärke) und Neurotizismus (Stressanfälligkeit, Traurigkeit). Mit anderen Worten: Ein ängstlicher Hundeführer hat tendenziell einen Hund, der auch Anzeichen von Sorge oder Überempfindlichkeit zeigt.
Wie lassen sich diese Ähnlichkeiten erklären?
Dabei kommen mehrere Mechanismen zum Tragen:
- Emotionale Annäherung: Durch das gemeinsame tägliche Leben passt der Hund sein Verhalten und Temperament an die Gefühlslage seines Besitzers an, ein Effekt, der durch die Nähe und die Dauer des gemeinsamen Lebens noch verstärkt wird.
- Co-Regulation: Menschen und Hunde passen sich einander an, wobei jeder den inneren Zustand und die Reaktionsfähigkeit des anderen beeinflusst.
- Stärkung der Bindungen: Je stärker die Beziehung, desto deutlicher ist das „Kopieren“ des Verhaltens.
Die Wirkung emotionaler Bindung
Studien des Max-Planck-Instituts zeigen, dass Hunde die Emotionen ihrer Besitzer sehr gut wahrnehmen und widerspiegeln. So entwickeln Hunde von Menschen, die große Trennungsängste haben, häufiger selbst Angststörungen. Das zeigt, dass es nicht nur auf das Training ankommt, sondern auch auf den emotionalen Austausch.
Unsere Begleiter beobachten nicht nur: Sie spüren unsere Stimmungen, passen sich unserem Lebensstil an und bieten uns einen wohlwollenden Spiegel unserer Persönlichkeit. Dieses Phänomen lädt uns ein, eine ausgewogene und bewusste Beziehung zu pflegen, denn jeder gemeinsame Moment prägt nach und nach die Einstellung und Moral unserer treuen Freunde.

Hunde am Weihnachtsmarkt: Stress oder Freude?
In vielen Städten wird das Thema Hund am Weihnachtsmarkt längst aktiv mitgedacht. Während kaum ein Markt ein generelles Hundeverbot ausspricht, setzen viele Veranstaltende auf klare Empfehlungen und organisatorische Maßnahmen, um Tierwohl und Sicherheit der Gäste in Einklang zu bringen.
Wien
In Wien wird Jahr für Jahr auf freiwillige Rücksicht gesetzt. Die Märkte kommunizieren verstärkt, dass der Besuch für viele Tiere eine Stressbelastung sein kann, und ersuchen Gäste, Hunde zu Hause zu lassen. Einige größere Märkte platzieren Hinweistafeln zu Stoßzeiten.
Graz
In Graz wird das Thema besonders im Bereich Gastro-Stände relevant. Dort wird darauf geachtet, dass Durchgänge breit bleiben und keine Engstellen entstehen, weil sich Hunde gerade in gedrängten Bereichen rasch unwohl fühlen könnten.
Salzburg
Salzburg setzt verstärkt auf Ruhezonen, die zwar nicht eigens für Hunde eingerichtet sind, aber dennoch für Tierhaltende positiv wahrgenommen werden. In diesen weniger stark frequentierten Bereichen können Besucher kurz Abstand vom Trubel nehmen.
Innsbruck
Der Adventmarkt in Innsbruck kommuniziert bereits vor dem Eingang, dass Hunde angeleint sein müssen. Das wird von den meisten Gästen gut angenommen und schafft Klarheit für alle Beteiligten.

"A G'Spia fürs Tier": Unterstützung für Wiener Senioren und ihre Haustiere
Die Volkshilfe Wien möchte mit einem Projekt Tierhalterinnen und Tierhalter in Notsituationen unterstützen. Ziel sei es, mehr Lebensqualität, Teilhabe sowie Mensch-Tier-Beziehungen zu fördern.
WIEN. Der Oktober ist der Monat der Seniorinnen und Senioren. Im Rahmen dessen zeigt die Volkshilfe Wien mit dem Projekt "A G'Spia fürs Tier" auf, wie wichtig Mensch-Tier-Beziehung für soziale Teilhabe sei. Damit sollen Wiener Tierhalterinnen und Tierhalter in Notsituationen unterstützt werden.
Das Angebot von Pflegestellen und Tiertrainings richtet sich an Besitzerinnen und Besitzer, die über ein geringes Einkommen verfügen und von körperlichen, psychischen oder sozialen Einschränkungen oder Belastungen betroffen sind. Etwa Seniorinnen und Senioren, sodass diese ihre Tiere behalten können, wenn Krankheit, temporärer Pflegebedarf oder finanzielle Schwierigkeiten dies erschweren.
„Unsere Erfahrung zeigt: Tiere sind oft der letzte soziale Anker. Sie geben Halt, Struktur und Sinn. Mit A G’Spia fürs Tier helfen wir, diese Bindung zu erhalten und Menschen zu entlasten, die auf Unterstützung angewiesen sind“, wird Sabine Rauscher, Leiterin des Volkshilfe-Projekts "A G’Spia fürs Tier" in der Aussendung der Volkshilfe zitiert.
Seniorin bekam Futterspende & Spielzeug
Damit dieses Projekt helfen könne, brauche es "viele helfende Hände und offene Herzen". Gemeint sind Unterstützerinnen und Unterstützer, Spenderinnen und Spender sowie Partner. Ein solcher Partner sei etwa der Tiernahrungshersteller "Purina", eine Tochtergesellschaft von „Nestlé“.
"Es berührt uns, zu sehen, wie viel Lebensfreude Tiere älteren Mitmenschen schenken. Deshalb möchten wir bei Purina mit unserer Unterstützung dazu beitragen, dass Mensch und Tier auch im Alter und in schwierigen Lebenslagen zusammenbleiben können“, so Katharina Krenn, Senior Brand Manager "Purina" Österreich.
Eine Seniorin konnte etwa aufgrund eingeschränkter Mobilität und knapper Mittel ihre vier Katzen kaum mehr versorgen. Das Projekt der Volkshilfe Wien habe der Frau eine Futterspende bereitgestellt und die Wohnung mit Spielzeug und Grundausstattung bestückt. Auch Freiwillige wurden gewonnen, welche sich liebevoll um die Tiere kümmern würden. So konnte die Seniorin ihre Katzen behalten, und die Tiere genießen die Aufmerksamkeit und Pflege durch die fleißigen Unterstützerinnen und Unterstützer.
Freiwilliges Engagement
Anhand eines weiteren Beispiels könne gezeigt werden, wie wichtig freiwilliges Engagement im Alter sei. Eine pensionierte Freiwillige habe sich nach dem Tod ihres eigenen Hundes dazu entschieden, bei "A G’Spia fürs Tier" mitzuhelfen. Sie selbst würde keinen Hund mehr wollen, möchte aber dennoch weiterhin aktiv bleiben. Mit ihrem Auto unterstützt sie Gassi-Dienste, betreut mehrere Hunde parallel und nimmt besonders bewegungsfreudige Tiere auf mehrstündige Ausflüge ins Grüne mit.
Mehr Informationen zu dem Projekt findest du unter: www.volkshilfe-wien.at