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Mehrere Hunde gestorben: Erste Probe zeigt potenziell giftige Bakterien im See

August 26, 2025 By Kleine Zeitung

Eine Serie ungeklärter Todesfälle von Hunden in Slowenien verunsichert Hundebesitzer und Badegäste, auch in Kärnten. Denn der Bohinjsko jezero (Wocheiner See) ist ein beliebtes Ausflugsziel zum Wandern, Baden und für den ausgedehnten Hundespaziergang. Mehrere Hunde starben dort heuer, nachdem sie im See geschwommen waren. Es sei derzeit noch völlig unklar, was für den Tod der Hunde verantwortlich ist und ob es in direktem Zusammenhang mit dem See stehen würde, sagte Bohinjs Bürgermeister Jože Sodja noch vergangene Woche.

Man habe selbst nur aus den Medien von den Vorfällen erfahren, rechtfertigte sich das Gemeindeoberhaupt dafür, dass man erst am Ende der Urlaubersaison auf die Vorfälle reagiert habe - keine Warnschilder aufgestellt und keine Wasseruntersuchungen in Auftrag gegeben hatte: „Wir wurden nicht offiziell über Todesfälle informiert, sondern haben selbst nachgefragt, was los ist. Wir haben die Verfahren befolgt und stets Informationen bereitgestellt“.

Nun habe man Schritte gesetzt. Es wurde Anzeige bei der Polizei eingebracht, um zu klären, ob die Hunde möglicherweise absichtlich vergiftet wurden. Man werde die Kosten für Autopsien verstorbener Hunde übernehmen, um die Ursache möglichst schnell zu klären. Und es wurden Wasserproben angeordnet, um eine Verunreinigung des Sees auszuschließen, erklärt der Bürgermeister gegenüber 24ur.com. Erste Ergebnisse liegen nun vor und sie scheinen einen Anfangsverdacht zu bestätigen.

Wasserproben

Das Slowenische Institut für Biologie entnahm 13 Proben an den problematischen Standorten – hauptsächlich im Gebiet Ukanc an der Mündung des Flusses Savica. „Alle drei Todesfälle, die uns zur Autopsie vorliegen, ereigneten sich dort“, erklärt Sodja. Zumindest eine erste mikroskopische Untersuchung der Wasserproben bestätigte, dass das Wasser an den untersuchten Orten potenziell giftige Cyanobakterien enthält. Die Proben wurden nun in ein Labor in Österreich zur weiteren Untersuchung gesendet. Die Ergebnisse werden voraussichtlich in zwei Wochen vorliegen.

Autopsien

Zwei Autopsien von verstorbenen Hunden wurden bereits durchgeführt, bei einem wurde eine Vergiftung durch Toxine der Cyanobakterien festgestellt. Die Behörde für Lebensmittelsicherheit, Veterinär- und Pflanzenschutz hat nun auch eine Autopsie des zuletzt verstorbenen, fünf Monate alten Hundes, durchgeführt: „Da ein Teil der Analysen im Ausland gemacht werden muss, werden die Ergebnisse erst in etwa einem Monat vorliegen“, teilt die Direktorin der Behörde, Vida Znoj mit.

Badeverbot

Bis diese vorliegen, wurden an mehreren Stellen rund um den See Warnschilder aufgestellt. Wie die Warnungen auf Slowenisch und Englisch besagen, besteht aufgrund des möglichen Vorkommens von Cyanobakterien im See Todesgefahr für Hunde und das Baden ist für die Vierbeiner derzeit verboten.

Gefahr für Menschen?

Lebensgefahr für Menschen bestehe nicht, wird versichert: „Der Kontakt löst bei Menschen keine so schweren Reaktionen wie bei Hunden aus. Kommt man mit dem Schleim in Berührung kann es vereinzelt zu Hautausschlag, Brennen und Juckreiz führen. Wird es verschluckt können Verdauungsprobleme auftreten.“ erklärt Mateja Logar, Spezialistin für Infektionskrankheiten an der Universitätsklinik in Ljubljana (Laibach). Laut Logar können Cyanobakterien bei Menschen zwar zu Bauchschmerzen und Durchfall und bei wirklich sehr großen Mengen zum Erbrechen führen, aber: „Todesfälle durch Kontakt mit Cyanobakterien oder die Einnahme von von Cyanobakterien abgesonderten Toxinen wurden beim Menschen bisher nicht beschrieben. Auch nicht bei Kindern.“

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