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Hohe Behandlungskosten beim Tierarzt

September 3, 2025 By ORF OÖ

Ob bei einer Tumorerkrankung einer Katze oder bei einem Kreuzbandriss oder Zahnproblemen eines Hundes: Im Ernstfall ist schnelle Hilfe gefragt. Doch auch die hat ihren Preis, sagt Tierarzt und Sprecher der Tierärztekammer in Oberösterreich, Andreas Jerzö: „Es hängt vom Eingriff ab: Eine Kastration bewegt sich im dreistelligen Eurobereich. Benötigt das Tier nach einem Unfall eine Stabilisierung durch eine Schiene, dann kann das bereits vierstellig werden.“

Die Kosten für eine Gehirntumorentfernung bei Kleintieren – etwa Katzen, Meerschweinchen oder Hunden – liegen laut der Veterinärmedizinischen Universität Wien bei 1.800 bis 2.000 Euro. Eine Mundhygiene beim Hund kann sogar schon 600 Euro betragen. Doch nicht nur die Preise steigen – vielmehr steigt auch der Anspruch der Tierbesitzerinnen und -besitzer. „Früher waren wir ja tatsächlich Besitzer, jetzt sind wir ‚pet parents‘“, sagt Jerzö. „Also die Haustiere sind mittlerweile wirklich Familienmitglieder geworden“, so der Tierarzt aus Neufelden.

Vergleichbar mit Humanmedizin

Die hohen Kosten sind vor allem aufgrund von Personalmangel und dem hohen Materialaufwand gestiegen. „Mittlerweile sind wir auch in der Veterinärmedizin im Jahr 2025 angekommen und die Leute erwarten hohe medizinische Standards. Hier sind wir auch bei den Tieren nicht weit weg von der Humanmedizin“, sagt Jerzö.

Dennoch: Wenn es um das Wohl des geliebten Haustieres geht, rücken für zahlreiche Tierbesitzerinnen und -besitzer die Kosten für medizinische Eingriffe in den Hintergrund. Viele geben für den Vierbeiner auch das letzte Hemd.

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